Kugelmannplatz

Lars Meinhardt möchte, daß Sie, Bürgerinnen und Bürger von Wardenburg und all seinen Ortschaften, die Nutznießer der gemeindlichen Arbeit sind.

Wardenburg gehört seinen Bürgern

Ich halte es für unangemessen, daß Parteien Ihren Gemeinderat dominieren. Gute Vorschläge werden verschachert: Geb' ich dir dies, gibst du mir das. Wollen wir Bürger uns diese unwürdige Art der Entscheidungsfindung weiterhin gefallen lassen? Sie sind als Wähler gefragt:
Setzen Sie Ihr Kreuz bei den parteilosen und unabhängigen Kandidaten.
Lars Meinhardt
Stellen Sie sich vor, Sie beträten eine unbewohnte, alte Villa. Als erstes zögen Sie die schweren Brokatvorhänge beiseite und öffneten die Fenster. Und schon strömte frische Luft in die staubigen Zimmer, Sonnenlicht ließe Spiegel und Marmor erstrahlen. Wardenburg ist unser Palast, wir dürfen ihn zum Leben erwecken. Und das wird uns Spaß machen, da bin ich mir sehr sicher. Weil jedermann mitmachen darf, jede Frau gebraucht wird.
Auch Sie!

Ich habe ein paar wenige Ideen "im Köcher", über die Sie im folgenden lesen können. Sie haben bestimmt auch welche. Ich bin darauf gespannt. Schreiben Sie mir, meinen Kontakt finden Sie hier.


Bürgerideen

Ich selbst habe in den letzten Jahren mehrere Anregungen an die Verwaltungsspitze herangetragen. Das Ergebnis ist am besten mit dem Spitznamen des ehemaligen sowjetischen Aussenministers Gromyko zu beschreiben, der für seine Verweigerungshaltung gefürchtet war: "Mr. Njet".
3 Bürger Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Das Leben ist kein Wunschkonzert. Aber ich halte es nicht für richtig, daß eine einzelne Person nach ihrem Gutdünken darüber befindet, ob eine Angelegenheit von unserer Gemeinde überhaupt aufgegriffen und weiterverfolgt wird. Auf diese Art tötet man bürgerliches Engagement und uns allen gehen Ideen verloren, die uns und die Gemeinde vielleicht vorangebracht, zumindest gutgetan hätten.
Deshalb werde ich mich dafür einsetzen, daß die Gemeinde verpflichtet wird, sich mit Ideen ihrer Einwohner inhaltlich und sachlich zu befassen. Dafür müssten wir ein vernünftiges Format finden. Denkbar wäre ein Bürgerrat. Die Verwaltung/der Rat würde verpflichtet, dessen Vorschläge inhaltlich zu bewerten im Hinblick auf Sinnhaftigkeit, Zulässigkeit, Umsetzbarkeit. Dieser Bürgerrat diente als Filter.

Alternativ könnte sich die Gemeinde verpflichten, sich mit einer Idee zu befassen, sobald ein Quorum von beispielsweise 50 Bürgerstimmen erreicht wäre.

Ich habe gewiß nicht den Stein der Weisen gefunden. Mir geht es darum, verkrustete Strukturen aufzubrechen und neues Denken zuzulassen.


Digitalisierung der Verwaltung

Digitalwelt Hier gibt es etwas zu tun. Beispielsweise dauerte es geschlagene 30 Minuten, bis ich vor geraumer Zeit in der Gemeindeverwaltung meinen Erst- und Zweitwohnsitz schlicht tauschen wollte.
Und auf meine Formulare für diese Kandidatur wartete ich dort geschlagene 5 Wochen. Unsere Verwaltung ist für uns da, und nicht umgekehrt. Sie soll bürgernäher, schneller und unkomplizierter werden. Dazu gehört nicht nur Hard- und Sofware, sondern vor allem müssen die Mitarbeiter entsprechend geschult werden.


Bürgergemeinschaft stärken

Kennen Sie die Erholungsfläche "Moorbäkshöhe", am Regenrückhaltebecken in Wardenburg? Blumen und Bäume, Tisch und Bänke, ein Refugium für Jeden. Und noch dazu ein tolles Beispiel dafür, wie man sich als Bürger selbständig für seine Gemeinde stark machen kann. Dank an Familie Lankenau, die diesen Erholungsort seit Jahren pflegt.

Viele Ortsteile von Wardenburg haben ihren eigenen Bürgerverein und diese Vereine prägen ihr Ortsbild zu unser aller Vorteil. In Littel, im Rücken des Gasthauses Dahms, beispielsweise wird seit Jahren eine Grünfläche mit einem Strassenschach und einer liebevoll eingehausten Bücherbörse gepflegt. Très chic!

Der Bürgerverein Wardenburg kümmert sich um die Streuobstwiese hinterm Huntedeich.

Die alljährlichen Müllsammelaktionen sind schon Legende. Bürger wie Sie kümmern sich darum, daß unsere Lebensqualität im Ort steigt. Je mehr es würden, umso besser. Lasten würden gleichmäßiger verteilt und jeder Einzelne wäre motivierter.
Aber auch die Gemeindeverwaltung soll ihren Teil dazu beitun. Mir scheint, daß an dieser Stelle noch Luft nach oben besteht.


Entschleunigung

Fahrradfahren, Roller- und Skateboardgleiten, Kinderwagen und Rollator schieben, mit seiner alten Mutter oder seinem kleinen Enkel an der Hand spazierengehen, wo kann man das in Wardenburgs Zentrum und denen seiner Ortsteile ruhigen Gewissens tun? Radfahrer mit 2 Hunden Auf den zu schmalen Bürgersteigen wird man von Radfahrern fast umgefahren. Und mal ehrlich: Sie bemessen die Güte Ihrer Wohnqualität doch auch nicht danach, wie schnell Sie Ihren Wohnort mit Ihrem Auto von West nach Ost durchqueren können?

Die Fahrbahn muß für alle da sein. Das ist übrigens auch der Grundsatz in der Strassenverkehrsordnung. Während sich die Fussgänger, ob jung oder alt, auf dem Bürgersteig sicher fühlen sollen. Besonders gut als Fahrradstrassen eigneten sich Schulweg, Raiffeisenstrasse, Friedrichstrasse, Lerchenweg, Diedrich-Dannemann-Strasse. Die Bürger profitierten von erheblich sichereren Strassen, auch und gerade für ihre Kinder, weniger Lärm und Abgasen. Wardenburg als Avantgarde für einen modernen Ort, das wäre toll.


Keine Renditen Einzelner

Windkraftanlagen Einerlei, ob ein Grundstück durch Gemeindebeschluß zu Bauland wird oder mit einer Windkraftanlage bebaut werden darf: Es erscheint falsch, die Rendite zu individualisieren, während die Nachteile wie Lärm, Vogelschlag, Elektrosmog, Ästhetik, Flächenversiegelung von der Allgemeinheit zu tragen sind. Der Eigentümer bringt eben nur sein Grundstück ein, über alle anderen Güter verfügt er nicht. Wohl aber die Allgemeinheit. Da erscheint es mir recht und billig, wenn er seine Rendite mit allen Bürgern der Gemeinde teilt.


Blumen überall

Wenn Sie schon mal in Frankreich zu Besuch waren, dann kennen Sie dieses Schild am Ortseingang. Ville-fleurie Blumen-Stadt heißt das, also ein Ort, der über und über mit Blumenbeeten geschmückt ist. Überall im Ort hat die Gemeinde Freiflächen zu Blumenbeeten umgewandelt, versiegelte Flächen begrünt. Je mehr, desto besser. Gewiss gibt es auch bei uns in Wardenburg Bürger, die Freude daran hätten, eine Beet-Patenschaft zu übernehmen. Keine neue Idee übrigens. Dafür brauchte es lediglich einigen guten Willen des gemeindlichen Bauhofs. Meine Anregung als Bürger dort, wenigstens mal einen Teil der Rasenfläche am Ortseingang, von Oldenburg kommend, mit Blumen zu verschönern, verpuffte schon beim Ja-sagen seines Leiters. Unser Marktplatz in Wardenburg ist komplett versiegelt und häßlich wie die Nacht. Gleiches gilt für den Busbahnhof, kein Baum, kein Strauch zu sehen. Die Friedrichstrasse ist nur in ihrem oberen kurzen Ende begrünt, ansonsten eine breite Asphaltpiste, und genauso schnell wird sie auch befahren. Schade, aber das könnten wir ja ändern und besser machen. Übrigens hilft städtische Begrünung besonders gut gegen Hitze. Das wäre doch prima, wenn wir zwei Fliegen mit einer Klappe schlügen. Ich bin da zuversichtlich. Sie sind es hoffentlich auch. Zuversicht, so deucht mir, ist überhaupt die beste Medizin gegen Demokratieverdrossenheit. Kein anderes System als unsere Demokratie im Schulterschluss mit der europäischen Einigung haben Deutschland eine derart lange Friedens- und Wohlstandsdividende gebracht, wie wir alle sie genießen. Wer daran sägt, der riskiert unser aller Zukunft!

Also meine Bitte an alle Dilettanten und Alternativ-Artisten: Hände weg von unserer offenen Gesellschaft und freiheitlich-demokratischen Grundordnung!

Wenn Sie diese Seite wieder schließen, dann sollen Sie mich mit einem Schmunzeln verlassen. Also empfehle ich Ihnen das Buch "Anleitung zum Unglücklichsein" (Paul Watzlawick, erschienen bei Piper Verlag, wohl für 12 Euro). Nein, ich bekomme keine Tantiemen und ich las es noch nicht einmal selber, wohl aber seine Rezension in der Wochenzeitung "Die ZEIT". Vergnüglicher kann man die in Deutschland vorherrschende Weltuntergangsstimmung wohl nicht auf die Schippe nehmen.

colored balls